Borner Runde – Beteiligungs­gremium des Quartiers „Osdorfer Born“ Einrichtung

Adresse

Borner Runde – Beteiligungs­gremium des Quartiers „Osdorfer Born“
Bornheide 76
22549 Hamburg

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Kontakt

040-524 732 66

Was ist die Borner Runde?

Die Borner Runde ist das zentrale Bürgerbeteiligungsgremium am Osdorfer Born und Mitglied im Netzwerk der Hamburger Stadtteilbeiräte. Alle Bewohner*innen des Quartiers und der näheren Umgebung sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und sich aktiv an der Gestaltung des Stadtteils zu beteiligen.

Die Borner Runde findet in der Regel jeden zweiten Dienstag im Monat von 19 – 21 Uhr statt. Treffpunkt ist das Bürgerhaus Bornheide, Bornheide 76 (Rotes Haus). Termine der kommenden Sitzungen sowie Sitzungsprotokolle und weitere Infos finden Sie hier.

Ziele und Aufgaben

Die Borner Runde ist im Jahr 2002 im Zuge der Umsetzung des Hamburger Programms „Aktive Stadtteilentwicklung“ als Forum engagierter Bürger*innen entstanden. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, die Situation der im Gebiet lebenden Menschen zu verbessern und den Einfluss der Bewohner*innen auf das Geschehen im Einzugsgebiet zu vergrößern.

Dazu zählen z. B.:

  • über Anregungen, Entwicklungen, Forderungen und Probleme im Stadtteil zu informieren und zu diskutieren,
  • die Selbst- und Nachbarschaftshilfe sowie Initiativen und Kontakte im Stadtteil zu fördern,
  • den Bürger*innen ein Forum für die Zusammenarbeit mit sozialen und kulturellen Einrichtungen, der Politik und der Verwaltung zu bieten,
  • über Verbesserungsvorschläge, Maßnahmen und Projekte zu beraten, die die Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil stärken und verbessern.

Das Motto

Das Motto der Borner Runde lautet: Wir geben dem Osdorfer Born eine Stimme, indem wir

  • Mit-Denken,
  • Mit-Beraten,
  • Mit-Entscheiden,
  • Mit-Gestalten.“

Der Verfügungsfonds

Der Verfügungsfonds stellt Mittel des Bezirks (aktuell 15.000 € pro Jahr) für kleinere Projekte zur Förderung der Nachbarschaft und Verbesserung des Wohnumfeldes bereit. Sie können von Privatpersonen, Gewerbetreibenden, Vereinen, Institutionen und Initiativen beantragt werden. Die Anträge werden in der Borner Runde vorgestellt, die dann per Abstimmung über die Vergabe und Verwendung der Mittel entscheidet. Zusätzlich stellt die Technikerkrankenkasse einen Verfügungsfonds für Projekte nachbarschaftlicher Gesundheitsförderung bereit, denen die Borner Runde unterstützend zustimmen kann.

Die größten Erfolge

Die Borner Runde hat unter anderem

  • das Bürgerhaus Bornheide durchgesetzt,
  • eine bessere Verbindung in die Stadt mit der Express-Linie „X3“ erreicht,
  • erfolgreich für den Erhalt der Osdorfer Feldmark gestritten,
  • die Erneuerung der Spielplätze im Osdorfer Born mitgestaltet,
  • die Pop-Up-Kneipe „Klönerei53“ etabliert.

Aktuelles

Borner Runde fordert eine verbesserte Anbindung des Osdorfer Borns an den ÖPNV

Die Borner Runde hat auf ihrer Sitzung am 13.02.2024 folgenden Beschluss einstimmig herbeigeführt:

„Die Borner Runde begrüßt die jüngsten Verlautbarungen des Hamburger Senats zu einer konkretisierten Schienenanbindung von Bahrenfeld, Lurup und dem Osdorfer Born mittels einer S6. Die politischen Entscheidungen für eine Anbindung des Borns an das S-Bahnnetz würden endlich das Versprechen einer Schienenanbindung einlösen, das einherging mit der Gründung und dem Bau unserer Großwohnsiedlung. Seither gab es mehrere Anläufe einer erneuten Planung, wobei die Vorhaben meist nach Regierungswechseln wiedereingestellt wurden.

Das Versprechen einer Schienenanbindung für die Menschen, die in den „Gründungsjahren“ in den Born gezogen sind, wurde als Signal verstanden: Wohnen und Leben in einer Großraumsiedlung am Stadtrand muss nicht bedeuten, dass damit der Zugang zu Schulen, Ausbildungsstätten, Arbeitsplätzen, Kultureinrichtungen und sonstiger Versorgung erschwert ist.

Die bisherige Planung der Schienenanbindung des Borns verknüpft die neue S6 mit der Realisierung des Verbindungsbahnentlastungstunnels (VET) sowie den Bau eines größeren Abzweigbauwerkes am Kaltenkircher Platz. Dies wirft Fragen auf, wann und ob überhaupt eine S6 tatsächlich kommen wird. Der Stadtteilbeirat Borner Runde fordert deshalb die Prüfung von Alternativen zur gegenwärtigen Planung der S6 sowie den schnellstmöglichen Ausbau von Busspuren.

Alternativen zur gegenwärtigen S6-Planung

Die Borner Runde empfiehlt eine Prüfung, ob eine Ausfädelung der S6 jenseits des angedachten Abzweigbauwerkes am Kaltenkircher Platz möglich und (aus Realisierungsgründen) zu bevorzugen ist.

Ausbau von Busspuren

Die Studie zum Bau des Hochleistungsbussystems (BHNS) unter Federführung der Behörde für Verkehr und Mobilität (BVM) stellt eine verbesserte Anbindung von Lurup und Bahrenfeld (inkl. Science City) an den ÖPNV in Aussicht durch die Einführung reservierter Busspuren und eine dazugehörige Ampelvorrangschaltung. Der Osdorfer Born kann insofern davon partizipieren, wenn Busse, die die Bornheide passieren, direkt auf der StreBaLu* stadteinwärts weiterfahren. In Richtung Altona-Zentrum vermissen wir allerdings das Pendant einer Busspur auf der Osdorfer Landstraße. Eine Planung von BHNS-Busspuren für die Jahre 2029/30 halten wir für viel zu spät. Wir fordern daher die schnellstmögliche Einrichtung von Pop-Up-Busspuren.

*Abkürzung für die Hauptverkehrsachse Stresemannstraße – Bahrenfelder Chaussee – Luruper Chaussee – Luruper Hauptstraße

Fahrgastforum als Nutzervertretung

Wir fordern die Einrichtung eines Fahrgastforums oder eines anderen Formats einer ÖPNV-Nutzervertretung. Es soll Information und Beteiligung der Bürger:innen in den betroffenen Quartieren zu den oben beschriebenen tatsächlichen und alternativen Planungen in regelmäßigen Abständen sicherstellen. Hier sollen auch Rückmeldungen der Fahrgäste zur Qualität der Busanbindung erfolgen.“

Die Pdf-Version dieser Beschlussfassung können Sie hier herunterladen.


Beschluss der Borner Runde vom 16.01.2024 gegen die Pläne, Menschen mit Migrationshintergrund auszuweisen

Im Kontext der Recherche des Netzwerks Correctiv zum Treffen von Vertreter*innen AfD, der Identitären Bewegung, der Werteunion und weiteren Organisationen und Einzelpersonen zum Thema „Remigration“ hat die Borner Runde folgenden Beschluss gefasst:

„Wir verurteilen aufs Schärfste Pläne, Menschen mit Migrationshintergrund zur Ausreise zu zwingen. Diese Pläne und diese Politik der AfD sind menschenverachtend, sie widersprechen unserer demokratischen Verfassung und sie gefährden das friedliche Zusammenleben in unserem Quartier. Wir fürchten den Abbau demokratischer Rechte im Rahmen einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD. Mit der AfD wollen wir nichts zu tun haben. Lassen wir uns nicht verführen von Verschwörungsideologien und politischen Scheinlösungen.

Schließen wir uns zusammen gegen Hass und Ausgrenzung! Für ein friedliches Miteinander!“

Die Borner Runde hat dazu ebenfalls eine Pressemitteilung herausgegeben.