Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 in Hamburg-Altona und St. Pauli

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden bundesweit rund um den 21. März, den Internationalen Tag gegen Rassismus, statt. Auch in Hamburg-Altona und St. Pauli beteiligen sich zahlreiche Initiativen, Vereine und Kultureinrichtungen mit einem vielfältigen Programm. Mit Diskussionen, Filmen, Workshops, Theater und Lesungen setzen sie ein Zeichen für Solidarität und Vielfalt. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Erinnerung und die Frage, wie ein solidarisches Zusammenleben in einer divers geprägten Stadtgesellschaft gestärkt werden kann.

Den Auftakt bildet der Tresenschnack „Zu Polizei und Rassismus – für wen soll St. Pauli sicher sein?“ im Stadtteilzentrum Kölibri. Im B*Treff Altona-Nord geht es im Workshop „Wie gehen wir mit rechten Parolen um?“ um Strategien gegen Rechtspopulismus im Alltag. Das WillkommensKulturHaus Ottensen lädt mit „Ein Theater zum Leben“ zu interaktiven Methoden gegen Diskriminierung ein, während das LURUM in Lurup im Workshop „Migration in den Medien“ den kritischen Umgang mit medialen Narrativen, Fake News und KI stärkt.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Erinnerung an rassistische Gewalt: Der Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“ im B*Treff Altona-Nord wird von einem Podiumsgespräch begleitet. Die Ausstellung „Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU“ im Altonaer Museum erinnert an die Opfer des NSU-Terrors, darunter Süleyman Taşköprü aus Hamburg-Altona. In der Bücherhalle Altona informieren Initiativen wie Omas gegen Rechts, Aufstehen gegen Rassismus, das Internationale Auschwitz-Komitee, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und Vernetzt gegen Rechts über zivilgesellschaftliches Engagement.

Im HausDrei wird „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ gezeigt. Im anschließenden Gespräch diskutieren Regisseur Maik Lüdemann und der Seenotretter Felix Seidel über Alternativen zu einer Politik der Ausgrenzung. Das LURUM lädt zu einem Community-Filmabend ein, eine Diskussionsveranstaltung zu Rassismus in Brasilien im WillkommensKulturHaus Ottensen beleuchtet internationale Perspektiven.

Literatur und Begegnung ergänzen das Programm: Gloria Boateng spricht im Bürgerhaus Bornheide über ihr Buch „Allein in Gyaamani“, begleitet von Musik und gemeinsamem Essen. Im WillkommensKulturHaus Ottensen findet ein offener Abend mit Musik und Tanz statt, und das Fest „Spring of Solidarity“ im Stadtteilhaus Lurup setzt mit Lesung, Ausstellung und Live-Musik ein Zeichen für Zusammenhalt.

Den Abschluss bildet ein Vortrag zum Grundgesetz im B*Treff mit Prof. Dr. Norman Paech, der die aktuellen Herausforderungen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in den Blick nimmt.

Alle Veranstaltungen finden auf Deutsch statt und sind kostenfrei bzw. gegen Spende zugänglich.

Weitere Informationen unter: https://haus-drei.de/internationale-wochen-gegen-rassismus-2026/

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